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Gast­vor­trag

Prof. Dr. Uwe Schimank, Ariadne Sondermann & Melike Janßen

(Uni­ver­si­tät Bremen)

Leistungsbewertungen in For­schung und Lehre

Bedrohungs- und Anerkennungspotenziale

Das deutsche Hochschulsystem ist seit Beginn der 90er-Jahre einer Vielzahl an Reformen unterzogen worden. Die Einführung eines Qualitätsmanagements in For­schung und Lehre oder die leistungsorientierte Mittelvergabe markieren nicht nur ein gewandeltes Selbstverständnis der Uni­ver­si­tä­ten, sondern auch ein verändertes Verhältnis zwischen Organisation und Professor*innen als zentral verantwortlichen Akteur*innen für For­schung und Lehre, die Rechenschaft über ih­re Leis­tun­gen ablegen und sich an neuen Bewertungskriterien orien­tieren sollen. Dieses gewandelte Verhältnis wird häufig von der Organisation oder von Potentialen bzw. Problemen der Implementierung ent­sprech­en­der Ver­fah­ren der Leistungsbewertung ausgehend betrachtet. Demgegenüber ma­chen wir die subjektive Perspektive der Pro­fesso­rin­nen und Pro­fes­soren zum Aus­gangs­punkt, wobei wir auf Er­geb­nisse leitfadengestützter Interviews zurückgreifen, die wir im Rah­men eines lau­fen­den For­schungs­pro­jek­tes zu den subjektiven Wahrnehmungen und Deutungen der Leistungsbewertungen in For­schung und Lehre durchführen. Die Er­geb­nisse liefern ein komplexes, teils widersprüchliches Bild, da neben einer klaren Abwehr Formen der ambivalenten, mitunter positiven Aneignung zu finden sind, Leistungsbewertungen also nicht per se mit einer Bedrohung beruflicher Identität gleichgesetzt wer­den.


Uwe Schimank ist seit Okto­ber 2009 Professor für Soziologische The­o­rie an der Uni­ver­si­tät Bremen. Seit 1996 war er bis zum Wechsel nach Bremen Professor für So­zio­lo­gie an der FernUniversität in Hagen, zuvor war er zehn Jahre wis­sen­schaft­licher Mit­ar­bei­ter am Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Seine Ar­beits­schwer­punk­te sind die soziologische The­o­rie, The­o­ri­en der modernen Gesell­schaft, Organisations- und Entscheidungstheorien sowie die Wissenschafts- und Hochschulforschung.

Ariadne Sondermann ist seit Januar 2014 als wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­te­rin am Institut für empirische und angewandte So­zio­lo­gie Bremen im Projekt "LILF- Ein­fluss von Leistungsbewertungen auf die In­te­gra­ti­on von For­schung und Lehre im Fächervergleich" tätig. Zuvor war sie an der Uni­ver­si­tät Siegen wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­te­rin in qualitativen For­schungs­pro­jek­ten zu den Arbeitsmarktreformen und dem Wandel von Staatlichkeit in der öf­fent­lichen Ver­wal­tung. Sie studierte So­zio­lo­gie an der Georg-Au­gust-Uni­ver­si­tät Göttingen.

Melike Janßen ist seit Januar 2014 als wis­sen­schaft­liche Mit­ar­bei­te­rin am Institut für empirische und angewandte So­zio­lo­gie Bremen im Projekt "LILF- Ein­fluss von Leistungsbewertungen auf die In­te­gra­ti­on von For­schung und Lehre im Fächervergleich" tätig. Sie studierte Sozial­wissen­schaf­ten mit den Schwerpunkten Ar­beit- und Organisationssoziologie und Wirtschaftspsychologie an den Uni­ver­si­tä­ten Hannover und Bremen.

Mittwoch, 1. Juli 2015, 16:00–17:30 Uhr | Vo­gel­pothsweg 78 (CDI-Gebäude), Raum 114
Zen­trum für Hoch­schul­Bil­dung (zhb)

Pro­fes­sur für Hoch­schul­didak­tik und Hochschulforschung

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Interaktive Karte

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark.

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